Fliegen und Schimmel – weg damit

Noch ist alles gut und die Zimmerpflanzen erfreuen sich bester Gesundheit. Doch über Nacht passiert es dann: Morgens krabbeln erst einige Fliegen aus der Blumentopferde und der nächste Topf ist mit einem leichten Schimmelflaum überzogen. Da stellt sich, nachdem die erste aufkommende Panik niedergerungen wurde, die Frage: Was ist nun zu tun?

Schimmelige Topferde

orchids-759218_640In den meisten Fällen handelt es sich hierbei ein zu gut gemeintes Gießen. Denn auch Zimmerpflanzen vertragen im Winter nicht zu viel Nässe. Natürlich dürfen sie nicht austrocknen. Doch ist es einfach so, dass sie im Winter, genau wie auch die Kübelpflanzen im Winterquartier, nicht viel benötigen. Das jedoch wird von vielen Pflanzenliebhabern nicht gesehen, haben sie im Sommer doch auch viel gegossen und gedüngt. Anstelle der sommerlichen Wärme haben wir ja nun die Heizungswärme. Und trotzdem ist es auch für diese Pflanzen an der Zeit, eine Ruhephase einzulegen.

Taucht Schimmel auf, sollte dieser Topf sofort neue Erde erhalten. Zum einen, weil es für die Pflanze besser ist. Zum anderen, weil Schimmel auch für uns Menschen nicht gesund ist. Unter ganz unglücklichen Umständen kann der Schimmel sogar auf die Wände übergehen.

Trauermücken und Co.

Auch sie sind ein Produkt von zuviel Wasser. Denn ihre Larven, die eventuell bereits in der Blumentopferde vorhanden sind, unbedingt Wasser für ihr Wachstum brauchen. Hier helfen die sogenannten Gelbsticker, eine Klebefalle, an der sie einfach hängenbleiben. Diese Erde kann mit Hilfe einer Mikrowelle wieder steril gemacht werden. Welche Zeit sie darin verbleiben muss, ist von der Wattzahl abhängig. Um zu garantieren, dass die verbleibenden Trauermücken erneut Eier ablegen, wird im „neuen“ Topf eine Schicht Sand obenauf gegeben. Dorthinein legen die Trauermücken nicht ab.

Doch es gibt auch einige andere Wege, ihnen zu Leibe zu rücken. So kann der Topf beispielsweise schnell umgetopft werden. Die Erde selber wird nun großzügig mit 95% Alkohol aus der Apotheke begießen und danach durchtrocknen lassen. Ebenso funktioniert die Anwendung von Essig. Auch dieser lässt den Larven und Eiern von Trauermücken und anderen Fliegen keine Überlebenschance. Gerne werden auch gelbe Schalen mit einer angemessenen Spüli-Mischung als Falle eingesetzt.

Oft werden die Larven der Trauermücken bereits mit der neu gekauften Blumenerde „eingeschleppt“. Dies ist nicht unbedingt von der Qualität der Erde abhängig. Doch weiß man es halt nicht vorher, sondern wird freudig überrascht. Wer jedoch „seine“ Qualitätserde gefunden, braucht generell keine Angst davor zu haben, dass mit einem Mal die Fliegen auftauchen. Und nun wissen wir ja auch, wie man die Erde behandeln könnte.